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09.04.2020 (Donnerstag)

Gedicht des Tages

Lieber kleiner Löwenzahn,
Ich schaue dich so gerne an.
So viele Sonnen vor dem Haus,
Ich such' mir die schönste aus.

Lieber kleiner Löwenzahn,
Ich schaue dich so gerne an.
Deine Schirmchen schweben fort,
Bald wächst du am anderen Ort.

- Autor unbekannt -

10.04.2020 (Freitag)

Gedicht des Tages

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünet Hoffnungsglück.
Der alte Winter in seiner Schwäche
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dorther sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weisses.
Überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farbe beleben.
Doch an Blumen fehlts im Revier.
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen
nach der Stadt zurückzusehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
denn sie sind selber auferstanden.
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
aus der Strassen quetschender Enge,
aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh, wie behend sich die Menge
durch die Gärten und Felder zerschlägt,
wie der Fluss in Breit und Länge
so manchen lustigen Nachen bewegt,
und, bis zum Sinken überladen,
entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges ferner Pfaden
blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel.
Hier ist des Volkes wahrer Himmel.
Zufrieden jauchzet gross und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!

(Johann Wolfgang von Goethe, 1749-1832, deutscher Dichter, Naturforscher)

11.04.2020 (Samstag)

Gedicht des Tages

Unterm Baum im grünen Gras
sitzt ein kleiner Osterhas`!
Putzt den Bart und spitzt das Ohr,
macht ein Männchen, guckt hervor.
Springt dann fort mit einem Satz
und ein kleiner frecher Spatz
schaut jetzt nach, was denn dort sei.
Und was ist´s? Ein Osterei!
 

 

12.04.2020 (Sonntag)

Gedicht des Tages

Osterhas'

Schaut, wer sitzt denn dort im Gras?

Das ist ja der Osterhas'!

Guckt mit seinem langen Ohr

aus dem grünen Nest hervor,

hüpft mit seinem schnellen Bein

über Stock und über Stein.

 

Kommt, ihr Kinder, kommt und schaut,

schon hat er das Nest gebaut!

Ei so fein von Gras und Heu

und so lind von Moos und Spreu.

Lasst uns schauen, was liegt im Nest

so rund und glatt und fest:

 

Eier, blau und grün und scheckig,

Eier, rot und gelb und fleckig!

Häslein in dem grünen Wald,

ich hab` dich lieb und dank dir halt,

Häslein mit den langen Ohr,

dank dir tausendmal davor!

 

Häslein mit dem schnellen Bein,

sollst recht schön bedanket sein!

Nächste Ostern bringt die Mutter

wieder dir ein gutes Futter,

dass du möchtest unsertwegen

wieder soviel Eier legen.

 

Friedrich Güll (1812-1879)

13.04.2020 (Montag)

Gedicht des Tages

Ostereier

Ostereier schmecken besser -

klar, das weiß doch jedes Kind.

Sie sind ganz besonders lecker,

weil sie so schön farbig sind.

 

Was das Huhn nicht will begreifen,

weiß schon längst der Osterhas´ -

färbt das Ei, malt Punkte, Streifen

und versteckt es dann im Gras.

 

Ostersonntag in der Frühe

kommt er auch bei dir vorbei,

und gibst du dir etwas Mühe -

findest du dein Osterei.

 

©Anita Menger 2010

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